Cajas de Plástico para Electricidad

Schaltschränke mit Scharnieren: Kurzanleitung zur Auswahl des besten wasserdichten und robusten IP67‑Gehäuses für Ihre Elektroinstallationen

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Schaltschränke mit Scharnieren: Kurzanleitung zur Auswahl des besten wasserdichten und robusten IP67‑Gehäuses für Ihre Elektroinstallationen

Wenn eine Elektroinstallation Regen, Staub, Schlamm oder häufige Reinigung aushalten muss, ist die Wahl des Gehäuses kein Nebenthema mehr, sondern ein entscheidender Zuverlässigkeitsfaktor. In diesen Fällen ist ein IP67‑Schaltschrank mit Scharnieren besonders praktisch: Er schützt die Elektronik unter rauen Bedingungen und erleichtert zugleich den Zugang für Wartung, Inspektionen und Erweiterungen.

1) Wann benötigen Sie ein IP67‑Gehäuse (und wann nicht)?

Ein IP67‑Gehäuse ist für Umgebungen mit feinem Staub und tatsächlicher Wassereinwirkung ausgelegt (Regen, starke Spritzwasserbelastung, Kondensation oder gelegentliches, temporäres Eintauchen). Typische Einsatzbereiche sind:

  • Außeninstallationen (Fassaden, Dächer, Gärten, Parkflächen, Straßenleuchten, Masten…)

  • Industrieumgebungen mit Staub oder Schmutz in der Luft

  • Technikräume mit Feuchtigkeit oder Spritzwassergefahr

  • Projekte, bei denen das Risiko von Ausfällen durch Wasser- und Staubeintritt minimiert werden soll

Für Innenbereiche ohne Feuchtigkeit/Staub kann IP54–IP65 ausreichen. Bei Unsicherheit oder Exposition bietet IP67 jedoch mehr Reserve.

2) IP67 in „2 Ziffern“: Was bedeutet das genau?

Die IP‑Kennzeichnung besteht aus zwei Ziffern:

  • Erste Ziffer (Fremdkörper/Staub): 6 = staubdicht.

  • Zweite Ziffer (Wasser): 7 = Schutz gegen zeitweiliges Eintauchen.

Wichtig: IP67 bedeutet nicht „dauerhaft tauchfähig“ und auch nicht „Extrem‑Hochdruckreinigung“. Bei längerem Eintauchen oder Hochdruck‑Reinigung sollten andere Schutzarten (z. B. IP68/IP69 je nach Anwendung) geprüft werden.

3) Konkrete Vorteile eines Scharnier‑Designs

Im Schaltschrankbau zählt die Praxis. Scharniere bringen klare Vorteile:

  • Schneller, komfortabler Zugriff auf Leitungsschutzschalter, Netzteile, SPS/PLC, Klemmen, Relais usw.

  • Geringeres Risiko, die Dichtung zu belasten: Eine Tür vermeidet die typische Abnutzung von Deckeln mit vielen Schrauben.

  • Ordentlichere Wartung, besonders bei regelmäßigen Prüfungen.

  • Einfachere Montage dank Montageplatte innen (saubere, sichere Befestigung der Komponenten).

4) Schnelle Checkliste zur Auswahl des richtigen IP67‑Gehäuses

Eine praktische Liste (von Installateur zu Installateur):

1) Montageort und Belastungen?

  • Außenbereich mit Regen/direkter Sonne, feinem Staub, Meeresnähe, Chemikalien usw.

  • Bei möglicher Gewalteinwirkung/Vandalismus zusätzlich die mechanische Festigkeit (IK) berücksichtigen.

2) Welche Größe heute… und in 6–12 Monaten?

Planen Sie mit Blick auf:

  • Tatsächliches Komponenten‑Volumen (nicht nur „passt irgendwie“).

  • Kabelradien, Biegeradien und Freiräume.

  • Reserve für Erweiterungen (zusätzliches Netzteil, Switch, Überspannungsschutz…).

3) Wird häufig geöffnet?

Wenn ja, ist ein Gehäuse mit Scharnieren nahezu Pflicht: spart Zeit und reduziert Fehler.

4) Wie gut lässt sich innen arbeiten?

Achten Sie auf:

  • Innenliegende Montageplatte für schnelle, sichere Komponentenmontage.

  • Genügend Platz für Verdrahtungskanäle, Klemmen und saubere Kabelführung.

5) Montage: Wand oder Mast?

  • Für die Wand sind Befestigungslaschen/-ohren sehr hilfreich.

  • Für Infrastruktur (Beleuchtung, Telekom, Bewässerung) empfiehlt sich ggf. ein Mast‑Montagekit.

6) Kabeleinführungen: Wie bleibt IP67 erhalten?

Die echte Dichtheit hängt stark ab von:

  • Passenden Kabelverschraubungen

  • Korrekt ausgeführten Durchführungen und Dichtungen

  • Sauberer Montage (keine Zugbelastung, keine schiefen Bohrungen, etc.)

7) „Ready‑to‑install“‑Anpassung nötig?

Oft ist Werkstattzeit der größte Kostenfaktor. Erwägen Sie, das Gehäuse direkt vorbereitet zu bestellen:

  • CNC‑Bearbeitung (Öffnungen, Steckverbinder, Taster, Sichtfenster…)

  • UV‑Digitaldruck (Logo, technische Kennzeichnung, Identifikation)

  • Etiketten oder Folientastaturen, falls nötig

5) Typische Anwendungen, bei denen IP67 + Scharniere ideal sind

  • Steuerkästen für Bewässerung, Pumpen und Wasseraufbereitung

  • Außenautomation (Tore, Schranken, Zutrittskontrolle)

  • Telemetrie‑ und Sensorinstallationen im Feld

  • Steuerung und Schutz in Solar/PV‑Anwendungen (je nach Systemdesign)

  • Industrieumgebungen mit feinem Staub und Feuchtigkeit

Hilfe bei der Auswahl?

Wenn Sie uns sagen, wo installiert wird, welche Komponenten hinein sollen und wie die Kabeleinführungen erfolgen, empfehlen wir das passende Gehäuse und bereiten es bei Bedarf mit Bearbeitung und Kennzeichnung vor – für eine schnellere, sicherere Installation.